Montag, 21. Januar 2013

Einnahmequelle Feriencamp?


Fussballferiencamps sind im Allgemeinen sehr beliebt. Die Kinder können während der Ferien ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen und die Eltern müssen in dieser Zeit nicht zwangsläufig Urlaub nehmen. Für Vereine bedeutet dies einerseits eine volle Anlage und auch außerhalb des Vereins eine gestiegene Aufmerksamkeit, andererseits aber auch einen gewissen Aufwand für meist ehrenamtliche Verantwortliche. Dieser Aufwand kann sich aber auch für den Verein auszahlen. Wenn man bedenkt, dass der deutsche Durchschnittsverein laut DOSB Sportentwicklungsbericht 2011/2012 pro Jahr nur 2% seiner Einnahmen durch die Vermietung der vereinseigenen Anlage generiert (siehe Abbildung) scheint diese Möglichkeit durchaus relevant, um diesen Bereich zu verstärken.

Einnahmen aus... (nach DOSB Sportentwicklungsbericht 2011/12)

So zahlen einige Anbieter, wie z.B. auch der amateursport.biz Partner „Münchner Fussball Schule“ eine Platzmiete für die Nutzung der Anlage. Dies kann bei entsprechendem Erfolg durchaus eine mittlere vierstellige Summe pro Jahr in die Vereinskasse spülen. Auch der „Bayerische Fussball Verband“ bietet z.B. in Kooperation mit den Vereinen Ferientrainings an. Auch hier werden die Vereine finanziell an den Einnahmen beteiligt. Allerdings muss der Verein die Trainer stellen, was wiederum einen hohen Verwaltungsaufwand darstellt.

Noch spannender sind diese Angebote im Falle einer selbstbetriebenen Gastronomie am Vereinsgelände, da z.B. die „Münchner Fussball Schule“ auch die Verpflegung der Kinder über den Partnerverein abwickelt. Hier gibt es also noch einmal die Chance, die Vereinskasse zusätzlich zu füllen. Aber auch Vereine mit verpachteter Anlage können mit entsprechendem Verhandlungsgeschick von der Verpflegung der jungen Fussballer finanziell profitieren.
Für Vereine gilt es natürlich bei einer angedachten Kooperation die Anbieter genau zu prüfen, da viele Fussballcamps mit großen Namen locken, aber viele Argumente bieten, von denen der Verein nicht optimal profitiert.

Unser Partner: Die „Münchner Fussball Schule“
In der MFS stehen Spaß und Freude im Mittelpunkt. Fussball soll ein intensives Erlebnis sein. In speziell entwickelten Kursen und homogenen Gruppen werden alle Spieler gefördert. Wichtig dabei: ein entwicklungs- und altersgemäßes, qualitativ hochwertiges technisches, koordinatives und taktisches Training. Fairplay, Freundschaft und Teamgeist stehen dabei über dem sportlichen Erfolg des einzelnen. 


Matthias Ilg [M.A. Sportmanagement] ist Geschäftsführer von KIM SportsManagement und für die Bereiche Image und Markenbildung zuständig. Er ist jahrelang ehrenamtlich als Vereinsfunktionär, Trainer und nationaler Wertungsrichter im Tanzsport aktiv und lehrt seit 2009 in den Fachbereichen Markenbildung, Gewinnung und Bindung von Zuschauern und Social Media Marketing.

Freitag, 14. Dezember 2012

Zuschauergewinnung im Amateurfußball


Durchschnittlich sehen ca. 105 Menschen in Deutschland eine Fußballpartie in den Ligen unterhalb der Regionalliga. Davon zahlen 73 Personen Eintrittsgelder. Ein Sportverein nimmt damit jährlich etwa 1.800,-€ durch Zuschauer ein, was der siebtwichtigste Punkt in der Einnahmen-Kalkulation bei Vereinen ist. Umso bedeutender ist es, die Einnahmen zu erhöhen durch die Gewinnung und Bindung von Zuschauern.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Verein einen festen Zuschauerstamm von 30 bis 50 Personen hat. Das ist das Minimum. Diese Zahlt steigt dann mit der Höhe der Spielklasse. Vereine in Städten haben es dabei schwerer als diejenigen auf dem Land, da hier die Konkurrenz deutlich geringer ist. Es liegen zwar keine Studien vor, jedoch bestätigen Hochschulprofessoren und Vereinsverantwortliche, dass es früher mehr Zuschauer gab als heute. Allerdings war es früher auch einfacher, höher zu spielen, da es deutlich weniger Spielklassen gab.

Emotionale Bindung der Zuschauer - Fans feuern an!
Beeinflusst wurde diese Entwicklung stark durch die Ausdehnung des TV-Angebots an Live-Fußball seit Mitte der 80er Jahre. Dies bestätigt auch  Professor Jochen Roose von der FU Berlin: „In der Tendenz wird das Zuschauerinteresse auf die Bundesliga gelenkt. Somit werden die Fußballbedürfnisse der Menschen versorgt und der Amateurfußball am Sonntag wird überflüssig“[1].

Die Chance, Zuschauer dauerhaft zu binden, besteht dennoch. Wichtig ist eine emotionale Beziehung zum Klub.
Begeisternde Erlebnisse lassen Zuschauer zu Fans werden. Dies ist bei der gegenwärtigen Situation von 150 Zuschauern entsprechend schwer. Daher ist es umso wichtiger, dass ein Verein stets betont, warum diese elf Spieler auf dem Rasen es wert sind, angefeuert zu werden. Die Aktiven müssen die Nähe zu ihren Unterstützern suchen.  Kein Gewinnspiel, keine Flyer- oder Freikartenaktion kann diesen Erfolg einbringen! Das Geheimrezept: Ein Verein braucht ein Konzept, das langfristig angelegt ist. Die sportlichen Erfolge werden hier meist überschätzt.
Bestes Beispiel ist der FC Gütersloh: zeitweise befand sich der Fußballclub „nur“ in der Westfalenliga. Zuschauermäßig ist und bleibt er jedoch die unangefochtene Nummer eins mit mehr als 3.000 Zuschauern. „Der FCG wird weiterhin die Nummer eins bleiben“², verspricht der regelmäßige Heidewald-Gast Frank Neuhaus. „Der Klub bleibt interessant.“³ Was den Verein so attraktiv macht? Er hat ein Image. Der Verein braucht somit eine Biografie, mit der sich die Fans identifizieren können. Das ist die ultimative Grundlage. Diese immer wieder zu publizieren und langfristig Zuschauer zu gewinnen, wird immer bedeutender. Der Amateurfußball hat meiner Meinung nach nicht per se gegen die Großen in der Bundesliga verloren. Aber die kleinen Kreisligisten müssen schuften und nicht von früher träumen. Diejenigen, die so weitermachen, rutschen in der Zuschauergunst ab. Die aber, die professionell und zielorientiert arbeiten, werden mehr erreichen. Die Fußballbegeisterung im Moment bietet dafür das Potential.

Somit lässt sich festhalten, dass auch im Amateurfußball eine hohe Zuschauerzahl realisiert werden kann. Hierfür muss jedoch Zeit investiert werden und langfristig ein Konzept angelegt werden, das dem Verein ein Image aufbaut. Schafft es der Verein, eine Identität zu entwickeln, so wird auch die Zuschauerbindung gestärkt und neue Zuschauer generiert.

 [1] Westfalen-Blatt Nr. 239, 13./14. Oktober 2012 
²Westfalen-Blatt Nr. 239, 13./14. Oktober 2012 
³Westfalen-Blatt Nr. 239, 13./14. Oktober 2012 


 
Manuel Madunic [M.A. Sportmanagement u. Dipl. Betriebswirt] ist Geschäftsführer von KIM SportsManagement und hat sich auf die unterschiedlichen Faktoren erfolgreicher Vereinsvermarktung und professioneller Sponsoringarbeit spezialisiert. Er lehrt an der Fachhochschule für angewandtes Management in Erding Sportmanagement und Sportsponsoring.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Ehrenamt in Vereinen




Ehrenamt, das auch unter der Bezeichnung bürgerliches Engagement bekannt ist, bezeichnet Tätigkeiten, die „freiwillig, gemeinwohlorientiert und unentgeltlich“ erfolgen. Dies findet meist in den Feldern Sport, Kultur und Musik, Umweltschutz, bei den Unfall- und Rettungsdiensten oder der wirtschaftlichen Selbsthilfe statt.
Quelle: evresi
„Die Gesellschaft lebt vom Ehrenamt“, so der Bürgermeister Erich Maier aus Lampertheim. Da die meisten Vereine eine sehr geringe finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten, Ausgaben wie Raummiete, Strom und Wasser jedoch immer höher werden, nimmt die Bedeutung des Ehrenamts stetig zu. Ebenfalls stellen die hohen Personalausgaben eine weitere Hürde dar. Durch den demografischen Wandel, der die „Veralterung der Gesellschaft“ steht, wird die Problematik zusätzlich verstärkt. Somit gibt es nicht genügend Nachwuchs, um ehrenamtliche Mitglieder zu unterstützen bzw. von ihrer Tätigkeit abzulösen. Durch all diese Faktoren steigt die Bedeutung des Ehrenamts und wird auch weiterhin zunehmen.
Diese Schwierigkeit wird durch einen zusätzlichen Rückgang ehrenamtlicher Mitglieder intensiviert. Warum jedoch sinkt die Zahl an sozial Engagierten? Ein Grund dafür lässt sich am zeitlichen Druck festhalten. Durch den technischen Wandel und die steigende Geschwindigkeit der medialen Nutzungsformen kommen viele Beschäftigte nicht mehr zur Ruhe. Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen zunehmend, was es besonders Berufstätigen erschwert, zusätzliche Lasten auf sich zunehmen.
Einer ehrenamtlichen Tätigkeit liegt Verantwortung zu Grunde. Sich dieser Verantwortung freiwillig zu stellen neben dem Alltagsstress, hemmt viele vor einer zusätzlichen Belastung durch ehrenamtliches Engagement.Ein weiterer Aspekt für den Rückgang des Ehrenamts ist sicherlich auch der demografische Wandel. Durch die Verschiebung der Altersstruktur, verringert sich der Anteil der jungen Bevölkerung. Somit gibt es nicht genügend Nachwuchs für ehrenamtliche Tätigkeiten. Nicht zu vergessen ist ebenfalls der finanzielle Aspekt. Während viele Deutsche einen Zweitjob annehmen und ihre Freizeit opfern, um finanziell abgesichert zu sein, kann ihnen das Ehrenamt in dieser Hinsicht keine Entlastung bieten, da das Ehrenamt „freiwillig ist und nicht auf eineentgeltliche Bezahlung ausgerichtet ist“. Ohne ehrenamtliche Mitglieder, kann ein Verein jedoch nicht bestehen.
Soziales Engagement wird daher in Vereinen groß geschrieben. Fakt ist jedoch, dass die Zahl der ehrenamtlichen Mitglieder zurückgeht.  Daraus folgt die Problematik, die der Stadtbrandmeister Flakenberks, Sören Dieke, erläutert: „Die Lasten verteilen sich auf immer weniger Schultern“.
Um dieses Dilemma zu entschärfen, fördern viele Gemeinden, aber auch Institutionen ehrenamtliches Engagement durch finanzielle Unterstützung. Beispielsweiße die Sparkasse spendete im Juni 2012 den Vereinen im Landkreis Dahme-Spreewald knapp 34.000 €. Die „Förderung viele[n/r] Freiwilligenprojekten [ist] die nötigefinanzielle Basis […], um erfolgreich arbeiten zu können.“
Doch unter all diesen Aspekten sollte eines nicht vergessen werden: Ein Ehrenamt sollte nicht als zusätzliche Belastung angesehen werden. Eine ehrenamtliche Tätigkeit ist viel mehr als das. Es vermittelt Werte wie Gemeinschaft, Zusammenhalt und soziale Befriedigung.

"Gemeinsam sind wir stark!"
Um sich für ein Ehrenamt begeistern zu können, muss sich die Sichtweiße  vom ICH zum WIR bewusst gemacht werden. Wer das schafft, verlangt kein Honorar und sieht das Ehrenamt auch nicht als Last an.
Allerorts spricht man davon, dass die Kinder unsere Zukunft sind. Doch wie soll die Zukunft aussehen, wenn Kinder in der Gegenwart nicht gefördert werden? Es liegt in der Hand jedes Einzelnen von uns, Angebote für die Weiterentwicklung der Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen. Und das kann nur durch ehrenamtliche Tätigkeiten ermöglicht werden.
Wir, die mit diesem Bewusstsein leben, sollten uns nicht damit zufrieden geben, ehrenamtlich tätig zu sein. Vielmehr sollten wir versuchen, auch andere vom sozialen Engagement zu überzeugen.

Zusammenfassend kann man somit festhalten, dass viele Faktoren für den Rückgang des ehrenamtlichen Engagements verantwortlich sind. Sowohl der zeitliche Aufwand, die Verantwortung als auch der finanzielle Aspekt sind häufig Gründe, um sich gegen ein Ehrenamt zu entscheiden. Durch die Veränderung der Altersstruktur und der Anstieg an ehrenamtlichen Stellen wird diese Problematik zusätzlich verstärkt.

Da dieses Thema für jeden Verein relevant ist, möchten wir euch auf amateursport.biz in den nächsten Monaten Tipps verraten, welche Maßnahmen effektiv angegangen werden können.
Freut euch auf spannende Artikel und tolle Lösungsansätze!
Falls sich euer Verein bereits in einer misslichen Situation befinden sollte, könnt ihr uns auch gerne persönlich kontaktieren. Wir stehen euch mit Rat zur Seite.



Tatjana Kühn ist derzeit Studentin im Fachbereich Sport-, Medien- und Eventmanagement. Durch ihr langjähriges Engagement in den Sportbereichen Volleyball und Turnen,  beschäftigt sie sich u.a. mit der Zuschauer-, sowie Mitgliedergewinnung. Sie ist selbst ehrenamtlich aktiv und engagiert sich als Jugendvertretung in der Abteilung Turnen in Meitingen.


Quellen:
http://www.ehrenamt-deutschland.org/ehrenamtliche-taetigkeit/was-ist-ehrenamt-warum.html

Freitag, 16. November 2012

Namensrechte im Amateursport - Sinn oder Unsinn?


Die ABISOL-ARENA, die ABT-Arena, der ben-u-ron-Sportpark, die RZ-Arena und die Schaumaplast-Arena haben eines gemeinsam: Die Stadien in Herne, Durach, München, Leimbach und Reilingen werden nicht von Profivereinen bespielt. Immer mehr Amateurvereine gehen dazu über das Namensrecht ihrer Anlage an Sponsoren zu vergeben. Auf den ersten Blick scheint dieser Schritt übertrieben und wird in den Vereinen oftmals aus Traditionsbewusstsein abgelehnt. Was bringt diese Vermarktung also für die beteiligten Parteien?

ABT-Arena in Durach
Der Verein muss natürlich grundsätzlich erst einmal die Rechte zur Vermarktung der Anlage besitzen um den Namen an einen externen Partner vergeben zu dürfen. Zudem sollte er intern klären ob eine solche Maßnahme auf die Zustimmung der Mitglieder stößt, um Imageprobleme innerhalb des eigenen Vereins zu vermeiden. Sofern die Grundlagen zur Vermarktung des Stadion-/Hallennamens gegeben sind, kann die Suche eines geeigneten Partners beginnen. Eventuell gibt es bereits bei den bestehenden Sponsoren Interesse an dieser Maßnahme. Im besten Fall bedeutet die Vergabe des Namensrechtes für den Verein eine zusätzliche Mehreinnahme zur Finanzierung des Vereinsbetriebes. Wie der Verein eine solche Akquise angeht, bzw. das Namensrecht des Sponsors dann optimal umsetzt, soll in einem der nächsten Artikel thematisiert werden.
 
Aus Sponsorensicht stellt sich zu Beginn natürlich die Frage nach dem Sinn dieser Maßnahme. Man möchte meinen, dass insbesondere die Kontaktzahlen, die mit einem Stadion-/Hallennamensrecht erreicht werden, für einen Sponsor uninteressant sind. Allerdings ist dies differenziert zu betrachten, denn wenn das Namensrecht vollständig umgesetzt wird, d.h. z.B. der Stadionname auch in den Spielplänen des Verbandes eingepflegt wird, ist die Anzahl der Kontakte durchaus im siebenstelligen Bereich pro Jahr anzusiedeln. Zudem ist das Namensrecht eine sehr gute Möglichkeit der Kommunikation des Sponsoringengagements bei diesem Verein, da jedes Mitglied zwangsläufig mit dem Namen in Kontakt kommt. Zudem ist die Einstiegssumme natürlich wesentlich niedriger als im Profisport, sodass im Amateursport eine völlig andere Zielgruppe der Sponsoren angesprochen wird. So wie die nationale und internationale Präsenz der Allianz Arena für die Allianz sinnvoll ist, kann dies für einen Sponsor lokal oder regional ebenso interessant sein.

Für beide Parteien ist zu beachten, dass eine kurze Laufzeit dieser Maßnahme wie in den Fällen ABISOL-ARENA und RZ-Arena (aktuell nur 1 Jahr Laufzeit) keinen Sinn macht. Für den Sponsor kann in diesem kurzen Zeitraum keine Durchdringung der angesprochenen Zielgruppen stattfinden und der Verein begibt sich in die Gefahr seinen Stadion-/Hallennamen fortlaufend zu ändern.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass eine Vergabe des Namensrechts der Sportanlage also durchaus für alle Parteien sinnvoll sein kann. Entscheidend sind die Rahmenbedingungen, die eine Umsetzung dieses zugegebenermaßen großen Schrittes verhindern oder zulassen.

Matthias Ilg [M.A. Sportmanagement] ist Geschäftsführer von KIM SportsManagement und für die Bereiche Image und Markenbildung zuständig. Er ist jahrelang ehrenamtlich als Vereinsfunktionär, Trainer und nationaler Wertungsrichter im Tanzsport aktiv und lehrt seit 2009 in den Fachbereichen Markenbildung, Gewinnung und Bindung von Zuschauern und Social Media Marketing.

Quellen:


Dienstag, 24. Juli 2012

Trikotaktionen – Sponsoring zum „Schnäppchenpreis“?

Trikotsponsoring im Zuge einer Trikotaktion klingt zunächst nach einer vielversprechenden Lösung für Vereine, bei denen das Geld knapp ist, deren Mannschaften aber trotz allem dringend neue Ausrüstung benötigen. Unternehmen haben diese Chance erkannt und bieten Trikotaktionen zu scheinbar günstigen Bedingungen an. Zwei Anbieter sollen hier kurz vorgestellt werden. Zum einen Sky Deutschland und zum anderen der Telefonanbieter der Stadtwerke München M-net. 


„Vorrangiges Ziel der Initiative ist es, die Kassen der Vereine und Mannschaften in Deutschland und Österreich zu entlasten. Als Partner des Sports möchte Sky allen Teams einen tollen Auftritt in qualitativ hochwertiger Mannschaftsausstattung ermöglichen. Denn viele Vereinskassen sind leer und die finanziellen Möglichkeiten vieler Teams begrenzt. Mit der Sky Initiative "Dein Trikot" haben nun aber auch Mannschaften in den unteren Ligen und besonders Kinder- und Jugend-Teams die Möglichkeit, moderne und qualitativ hochwertige Spiel- und Sportkleidung erwerben", laut Motivation von Sky.
Sky Trikotaktion
Hinter dieser Aussage verbirgt sich die Motivation von Sky Deutschland für ihre Trikotaktion. Fußballvereine bzw. -mannschaften können einen einzelnen neuen Trikotsatz bereits ab 9,95€ zzgl. weiterer Kosten für Beflockung usw. erwerben, Hallensportlern wird dies ab 12,99€ ermöglicht. Die Trikotsets sind in verschiedenen Farbkombinationen verfügbar und werden durch weitere Sportartikel vervollständigt.

Auch M-net nutzt diese Werbemöglichkeit. Möchte man als Verein allerdings bei der Trikotaktion von M-net teilnehmen, so sind fünf Kriterien zu erfüllen um den Trikotsatz, bestehend aus 15 Trikots plus ein Torwarttrikot, kostenlos zu erhalten. Der Grundpreis liegt hier bei 500,-€. Jeweils 100,-€ Rabatt erhält man, wenn
  1. der Verein im M-net Anschlussgebiet liegt,
  2. eine Anzeige im Vereinsmagazin veröffentlicht wird,
  3. Maxi DSL Spielankündigungsplakate eingesetzt werden,
  4. eine Pressemitteilung inkl. Mannschaftsfoto im Gemeindeblatt oder der regionalen Tageszeitung und
  5. eine Mailingkation an die Vereinsmitglieder durchgeführt wird.
Bei dieser Variante profitiert zwar auch der Verein, aber den meisten Nutzen zieht M-net aus dieser Aktion. Denn hier handelt es sich im wahrsten Sinne des Wortes um „Werbung für einen Spottpreis“.
Melanie Machunze
M-net nutzt hier diverse Werbemöglichkeiten, die in einem Sponsoringpaket mit deutlich mehr Kosten verbunden wären. Ziehen wir einen Fußballverein als Beispiel heran. Ein Verein mit knapp über 600 Mitgliedern, einem Vereinsmagazin mit einer Auflage von 2.500 Stück. Eine 1. Herrenmannschaft in der Kreisliga muss in einem Verein dieser Kategorie ungefähr folgende Kosten aufwenden. Die Schaltung einer einseitigen Anzeige im Vereinsheft kostet 400€, die Präsenz auf Spielankündigungsplakaten wird bei 10 Plakaten mit je 10€ pro Monat und Plakat angesetzt. Hier müssen natürlich die Sichtkontakte berücksichtigt werden. Das Logo auf der Trikotbrust sollte nur exklusiv für ca. 1.500€ vergeben werden.
Auf dieses gesamte Leistungsspektrum, welches zusammengerechnet bei einem Verein in der 8. Liga weit über 2.000€ kosten würde, könnte M-net quasi für einen Betrag von 500€ zugreifen.
Vergleicht man das Angebot von M-net und Sky Deutschland mit unserem Beispielverein, so zieht man doch einen deutlichen Nachteil aus solchen Angeboten, auch wenn sie auf den ersten Blick recht vielversprechend erscheinen.
Für Vereine sollte demnach die Suche nach ortsansässigen Sponsoren im Vordergrund stehen, denn von Partnerschaften dieser Art profitieren beide Seiten. Der Sponsor kann seinerseits die Partnerschaft mit dem Verein nach außen kommunizieren, von dessen Image profitieren und soziale Verantwortung und Verbundenheit zur Region demonstrieren. Der Verein wiederum kann durch Partnerschaften höhere Sponsoringsummen akquirieren, vergibt exklusive Rechte nicht zu „Spottpreisen“.  Die Sponsorenakquise ist natürlich mit einem gewissen Aufwand verbunden. Nicht jeder Verein kann diesen Einsatz betreiben, sei es aus zeitlichen oder finanziellen Gründen. Daher können sich unter Umständen für den ein oder anderen kleinen Verein diese Trikotaktionen lohnen.

Mittwoch, 11. Juli 2012

Der Gewinner unserer Sponsoringaktion in Zusammenarbeit mit bene-Arzneimittel steht fest!


1.000,-€ waren zu gewinnen und seit dem 14.06.2012 ist das Ergebnis amtlich. Die HURRICANES HEIDESHEIM konnten mit ihrer Bewerbung überzeugen und sich über 1.000,-€ für den Verein freuen. Wir gratulieren zu diesem Sieg!

Zum Start von amateursport.biz hat bene-Arzneimittel ein Sponsoringengagement in Höhe von 1.000,-€ vergeben. Vereine hatten die Möglichkeit, ihre aussagekräftigen Bewerbungen an amateursport.biz zu senden. Diese wurden auf Facebook veröffentlicht. Dort hatten alle die Möglichkeit, die Bewerbungen zu teilen. Nur die 10 Vereine, die am meisten geteilt wurden, sind im Anschluss in die Endentscheidung gekommen.
Ziel der Aktion war es, sich aus Vereinssicht Gedanken zu machen, welche Leistungen man bene-Arzneimittel für das Engagement bieten kann. Die richtige Mischung aus Fördergedanken und entsprechenden Gegenleistungen war der entscheidende Faktor für den Erfolg.
Es sind viele gute Bewerbungen eingegangen, die auch fleißig geteilt wurden. Am Ende standen 10 Teilnehmer für das Finale fest. Mit dabei waren der Hagener Schachverein, der SV Germering, die HURRICANES HEIDESHEIM, der TV 1962 Langen e.V., MISCHFABRIK MOVIES, der TSV Milbertshofen, die MSV Duisburg 02 Turnen e.V. Einradzebras, der TC Langenargen, das Team 26 - Race across America 2012 und der SG Ratingen 2011!

Nun lag es an bene-Arzneimittel, in Zusammenarbeit mit dem amateursport.biz Sponsoringexperten Manuel Madunic, sich aus vielen guten Bewerbungen für einen Gewinner zu entscheiden und dies ist nicht leicht gefallen, wie uns Sandra Glück, die Marketingleiterin von bene-Arzneimittel, nach der Entscheidung verraten hat. Doch letztendlich fiel die Entscheidung auf die HURRCIANES HEIDESHEIM, da das Konzept zu bene-Arzneimittel passt und gut durchdacht war.
Die HURRICANES HEIDESHEIM, Basketballabteilung der TSG Heidesheim, setzen sowohl auf die sportliche Entwicklung der Seniorenteams, als auch auf eine gute Jugendarbeit. Die Mannschaften im Erwachsenenbereich spielen in der Landes- und in der Oberliga. Neben der sportlichen Entwicklung ist den Heidesheimer Riesen soziales Engagement sehr wichtig. Um dem gerecht zu werden, arbeitet die Abteilung mit örtlichen Kindergärten und Schulen zusammen – ein Projekt, das ideal zu bene-Arzneimittel passt. Gerade die Förderung von Kindern und deren Gesundheit liegt dem Münchener Familienunternehmen besonders am Herzen. 

Die Abteilung organisiert unter dem Motto „Körbe für Kids“ Basketball-Erlebnistage an Schulen und Kindergärten. Als Gegenleistung für das Sponsoringengagement wurde bene-Arzneimittel ein Auftreten als Gesundheitspartner bei den Veranstaltungen zugesichert, bspw. durch Präsenz auf allen Plakaten und mit Bannern vor Ort. Zudem könnten die Maskottchen der HURRICANES „HURRI & CANE“ zusammen mit dem „ben-u-ron MediTeddy“ als Dreamteam auftreten und die Wichtigkeit von Sport und Bewegung an die Basketballer von morgen vermitteln. Die Einbindung von ben-u-ron als Gesundheitspartner und der Gedanke, den „ben-u-ron MediTeddy“ mit  auf den Veranstaltungen zu präsentieren, hat gezeigt, dass die Heidesheimer Riesen sich Gedanken gemacht haben, wie sich ben-u-ron passend platzieren könnte.
Die Ideen, was man gemeinsam bewegen kann und wie sich ben-u-ron dabei einbringen kann,  haben die Experten überzeugt und bringen den Heidesheimer Riesen am Ende den Sieg und 1.000,-€! Diese Summe wird in der Abteilung für die Förderung und Finanzierung der Aus- und Weiterbildung der Trainerinnen und Trainer genutzt, welche sich neben dem regulären Trainingsbetrieb zusätzlich ehrenamtlich für die Aktion „Körbe für Kids“ engagieren.

Michael Franke (Prokurist) und Sandra Glück (Marketingleiterin) von ben-u-ron bedanken sich bei allen Bewerbern und gratulieren den HURRICANES HEIDESHEIM.

Montag, 2. Juli 2012

12für11 – Fans unterstützen ihren Verein

„Eine Woche Trainingslager im 4,5 Sterne-Hotel in der Türkei. Wie können sich die Stuttgarter Kickers das eigentlich leisten?“ (Bericht aus der BILD vom 23.02.2012)

Ganz einfach: mit der Aktion 12für11, eine Aktion von Fans für Fans.
Dabei können Fans aktiv als Sponsoren bei dem Drittligisten SV Stuttgarter Kickers einsteigen und attraktive Gegenleistungen erhalten. Dabei handelt es sich um Fansponsoring, das in dieser Art und Weise einmalig ist. Entstanden ist diese Idee im Jahr 2011 durch das für die Fans zuständigen Aufsichtsratsmitglied Philipp Pfeiffer in Kooperation mit Fans, die in den Bereichen Sponsoring, Marketing etc. beruflich tätig sind.
Logo 12für11
Das Besondere hierbei ist, dass das eingenommene Geld unmittelbar und direkt in den Etat der 1. Lizenzspielermannschaft fließt. Es ist demnach kein Spendenaufruf, sondern eine direkte Unterstützung der 1. Herrenmannschaft. Für einige Fans ist eine reine Mitgliedschaft nicht ausreichend, daher ist diese Aktion eine optimale Verbindung zwischen der reinen Mitgliedschaft und einem Sponsoring. Die Schnittstelle wird somit geschlossen.

Der Mitgliedsbeitrag für ein Fansponsoring liegt für eine Einzelperson bei 189,90 € pro Jahr. Des Weiteren werden Partner-Tarife für 300,- € für ein Jahr und Familientarife für 150,- € pro Person für ein Jahr angeboten. Ab der dritten Person zahlt bei diesem Tarif jede Person 150,- €. Bei allen Tarifen erhalten sowohl beide Partner als auch alle Familienmitglieder dieselben Leistungen aus dem Gegenleistungspaket.
Melanie Machunze
Das Gegenleistungspaket enthält standardmäßig folgende Leistungen: Sponsoring-Vertrag, Vollmitgliedschaft (Abteilung Fußball), zwei Sponsoren-Schilder (stadionwand & privat, allerdings nur im ersten Vertragsjahr), exklusive Fansponsoren-Treffen und Verlosungen sowie namentliche Nennung auf der 12für11-Homepage. Außerdem kann man eine weitere Gegenleistung aus drei verschiedenen Töpfen wählen: Topf 1 Erlebnis, Topf 2 Style oder Topf 3 s’Bombole. Angeboten wird z.B. ein All-Area-Ticket, ein Trikot oder ein Kapuzenpulli u.v.m. Der Fan kann aber auch zu Gunsten der Kickers auf die Gegenleistung verzichten. Wie sich die einzelnen Töpfe exakt zusammensetzen, könnt ihr auf der 12für11-Homepage finden.  
12für11 geht im zweiten Jahr noch einen Schritt weiter um die aktuelle Fansponsorenanzahl von 178 weiter zu erhöhen. Jeder Fansponsor, der ein neues Mitglied wirbt, erhält daher als Prämie einen Kasten Bier und nimmt zusätzlich an dem Gewinnspiel für ein Wochenende Subaru fahren mit Besuch und Übernachtung bei der 1. Mannschaft im Trainingslager teil.

Auf den ersten Blick erscheint die Sponsoringsumme von 189,90 € recht hoch, egalisiert sich aber durch das breite Angebot an Gegenleistungen aus dem Sponsoring-Paket. Demnach handelt es sich bei der Aktion 12für11 um ein Sponsoring auf Augenhöhe.

Daher ist dieses Konzept auch übertragbar auf Amateursportvereine. Natürlich müsste zum einen der Jahresbetrag dem jeweiligen Verein angepasst werden, zum anderen das Angebot der einzelnen Töpfe anderweitig bestückt werden. Beispiele für Amateursportvereine wären Essensgutscheine für das Sommerfest oder die namentliche Nennung auf einer Bande.

Für den Fan, der einen Schritt weiter gehen möchte, ist es die perfekte Alternative um aktiv seinen  Verein und die Mannschaft zu unterstützen. Auch aus Vereinssicht bietet dies eine optimale Alternative zum „Betteln“ um Spendengelder.  Jeder Verein kann sich glücklich schätzen, über so engagierte Fans zu verfügen. Alles in allem ein sehr gelungenes Paket – was sich auch in der positiven Resonanz der Fans widerspiegelt.