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Donnerstag, 22. August 2013

Tu's wie die TuS - Best Practice Beispiel TuS Haltern

Landesliga Westfalen. Die SpVgg Hammer II spielt gegen TuS Haltern. Der 11. gegen den 6. Platz. 300 Zuschauer am Rande des Kunstrasens. Ein idyllischer Sonntagnachmittag. Nur irgendetwas passt nicht. Was haben zwei vollständig ausgerüstete TV-Teams des WDR denn hier verloren? Und warum filmen diese nicht zumindest den Spielverlauf, sondern die Ersatzbank des TuS Haltern? Ein kleiner Tipp: Der BVB, Real Madrid, Schalke 04 und der kleine Turn- und Sportverein Haltern haben eine  große Gemeinsamkeit. 194cm groß um genau zu sein. Hört auf den Namen Christoph. Wer es jetzt noch nicht weiß, wird sich noch etwas gedulden müssen. 

Auch abseits des Platzes ist der Fußball in Haltern präsent. An Bushaltestellen hängen überlebensgroße Plakate auf denen die Spieler der 1. Mannschaft allen anreisenden Mannschaften Drohungen entgegenwerfen: „Haltern hat einen See. Aus den Tränen unserer Gegner.“ Die Vereinshomepage macht der eines Profiteams Konkurrenz und bei YouTube befindet sich der Kanal „TuSTV“ mit mittlerweile über 90 Videos. Letztens war sogar weiß-blaue Prominenz aus dem Ruhrpott zu Gast. Der FC Schalke 04 gab sich die Ehre, auch um ihren Stürmer-Star Raul gebührend zu verabschieden. Die 3000 Karten für dieses Spiel waren nach 2 Stunden bereits ausverkauft. Sogar die Kultsendung „Zeiglers wuuunderbare Welt des Fußballs“  berichtete letzten Sonntag vom Spiel der TuS-ler gegen die SpVgg Hammer. Dafür waren also die zwei Kamerateams.

So viel Rummel um einen Landesligaverein? Wie macht das der TuS Haltern?



Nun auf den ersten Blick hatte der Verein einfach Glück. Glück, dass die Stadt prominente Kicker hervorbringt. So wie den Abwehrrecken Christoph Metzelder. Seines Zeichens Weltstar, Ex-Bestandteil der Nationalmannschaft und neuerdings Spieler beim TuS Haltern. Seinem Heimatverein. Der Verein den er mit seinen Investitionen vor der Insolvenz gerettet hat und nun weiterhin unterstützt. Der Verein für den er eine Agentur wie Jung von Matt engagiert hat, die dann die bereits umrissene Werbekampagne „Tu’s Haltern“ ins Leben gerufen hat. 

Doch beim zweiten Blick wird klar, dass ja nicht nur die Metzelder‘s dieser Welt bereit sind Geld und Arbeit in einen Sportverein zu stecken und, dass Kampagnen auch von Personen außerhalb der Edel-Agenturen erdacht und umgesetzt werden können. Personen, die dem Verein bestenfalls näher stehen und sich mit dem Sportmanagement auskennen. 

Beginnend bei dem Ehrenamtlichen, der das einmal in seinem Leben mal gemacht hat. Für diesen ist der Verein wie eine Familie und man kümmert sich ja bekanntlich um Familie. Des Weiteren hat jeder Verein in seinen Reihen doch Spezialisten in der Ausbildung.  Management, oder Marketingstudenten, die froh über etwas Übung für ihre spätere Karriere sind. Oder man sucht sich externe Partner aus dem Fachgebiet Sportmanagement, die den Vereinen hauptberuflich und professionell zur Hand gehen. 

Es muss (und kann) ja nicht immer gleich Jung von Matt und Christoph Metzelder sein.   

Quellen: http://www.tus-haltern.de/site/

Donnerstag, 11. Juli 2013

News von amateursport.biz

Alles neu macht der Juli! Oder so ähnlich...

Zumindest bei amateursport.biz gilt das Sprichwort, denn wir haben gleich 2 Neuigkeiten in eigener Sache.

Eine dürfte bereits beim Besuch der Seite deutlich sichtbar geworden sein. Oder auch nicht, denn amateursport.biz hat ein kleines, aber feines Re-Design hinter sich. Das Grau ist an einigen Stellen einem weiteren Grünton gewichen, grün bleibt damit die dominierende Farbe auf amateursport.biz.

Aber das ist noch nicht alles. Wir haben noch eine tolle Sache für alle Vereine und Teams im Köcher. Ab JETZT gibt es Vereins- und Teamartikel über amateursport.biz zu beziehen. Das tolle daran ist die Tatsache, dass Ihr damit (fast) keine Arbeit habt, denn Design und Bestellung Eurer Klatschpappe oder Eurer Getränkedosen (Energydrink oder Apfelschorle) übernehmen wir. Um die Kosten z.B. für die Klatschpappen für Euch im Rahmen zu halten übernehmen amateursport.biz Partner einen Teil der Kosten und erhalten im Gegenzug die Rückseite der Klatschpappen als Werbefläche.

Solltet Ihr Interesse an einem der Angebote oder Fragen dazu haben, dann schaut einfach in unsere Rubrik Vereins- & Teamartikel oder schreibt direkt an info@amateursport.biz. Für die ersten 5 Bestellungen gibt's zudem einen kleinen Rabatt von 5%. Also nichts wie los und auf Eure individuellen Klatschpappen oder Dosen freuen!

Montag, 2. Juli 2012

12für11 – Fans unterstützen ihren Verein

„Eine Woche Trainingslager im 4,5 Sterne-Hotel in der Türkei. Wie können sich die Stuttgarter Kickers das eigentlich leisten?“ (Bericht aus der BILD vom 23.02.2012)

Ganz einfach: mit der Aktion 12für11, eine Aktion von Fans für Fans.
Dabei können Fans aktiv als Sponsoren bei dem Drittligisten SV Stuttgarter Kickers einsteigen und attraktive Gegenleistungen erhalten. Dabei handelt es sich um Fansponsoring, das in dieser Art und Weise einmalig ist. Entstanden ist diese Idee im Jahr 2011 durch das für die Fans zuständigen Aufsichtsratsmitglied Philipp Pfeiffer in Kooperation mit Fans, die in den Bereichen Sponsoring, Marketing etc. beruflich tätig sind.
Logo 12für11
Das Besondere hierbei ist, dass das eingenommene Geld unmittelbar und direkt in den Etat der 1. Lizenzspielermannschaft fließt. Es ist demnach kein Spendenaufruf, sondern eine direkte Unterstützung der 1. Herrenmannschaft. Für einige Fans ist eine reine Mitgliedschaft nicht ausreichend, daher ist diese Aktion eine optimale Verbindung zwischen der reinen Mitgliedschaft und einem Sponsoring. Die Schnittstelle wird somit geschlossen.

Der Mitgliedsbeitrag für ein Fansponsoring liegt für eine Einzelperson bei 189,90 € pro Jahr. Des Weiteren werden Partner-Tarife für 300,- € für ein Jahr und Familientarife für 150,- € pro Person für ein Jahr angeboten. Ab der dritten Person zahlt bei diesem Tarif jede Person 150,- €. Bei allen Tarifen erhalten sowohl beide Partner als auch alle Familienmitglieder dieselben Leistungen aus dem Gegenleistungspaket.
Melanie Machunze
Das Gegenleistungspaket enthält standardmäßig folgende Leistungen: Sponsoring-Vertrag, Vollmitgliedschaft (Abteilung Fußball), zwei Sponsoren-Schilder (stadionwand & privat, allerdings nur im ersten Vertragsjahr), exklusive Fansponsoren-Treffen und Verlosungen sowie namentliche Nennung auf der 12für11-Homepage. Außerdem kann man eine weitere Gegenleistung aus drei verschiedenen Töpfen wählen: Topf 1 Erlebnis, Topf 2 Style oder Topf 3 s’Bombole. Angeboten wird z.B. ein All-Area-Ticket, ein Trikot oder ein Kapuzenpulli u.v.m. Der Fan kann aber auch zu Gunsten der Kickers auf die Gegenleistung verzichten. Wie sich die einzelnen Töpfe exakt zusammensetzen, könnt ihr auf der 12für11-Homepage finden.  
12für11 geht im zweiten Jahr noch einen Schritt weiter um die aktuelle Fansponsorenanzahl von 178 weiter zu erhöhen. Jeder Fansponsor, der ein neues Mitglied wirbt, erhält daher als Prämie einen Kasten Bier und nimmt zusätzlich an dem Gewinnspiel für ein Wochenende Subaru fahren mit Besuch und Übernachtung bei der 1. Mannschaft im Trainingslager teil.

Auf den ersten Blick erscheint die Sponsoringsumme von 189,90 € recht hoch, egalisiert sich aber durch das breite Angebot an Gegenleistungen aus dem Sponsoring-Paket. Demnach handelt es sich bei der Aktion 12für11 um ein Sponsoring auf Augenhöhe.

Daher ist dieses Konzept auch übertragbar auf Amateursportvereine. Natürlich müsste zum einen der Jahresbetrag dem jeweiligen Verein angepasst werden, zum anderen das Angebot der einzelnen Töpfe anderweitig bestückt werden. Beispiele für Amateursportvereine wären Essensgutscheine für das Sommerfest oder die namentliche Nennung auf einer Bande.

Für den Fan, der einen Schritt weiter gehen möchte, ist es die perfekte Alternative um aktiv seinen  Verein und die Mannschaft zu unterstützen. Auch aus Vereinssicht bietet dies eine optimale Alternative zum „Betteln“ um Spendengelder.  Jeder Verein kann sich glücklich schätzen, über so engagierte Fans zu verfügen. Alles in allem ein sehr gelungenes Paket – was sich auch in der positiven Resonanz der Fans widerspiegelt.

Dienstag, 15. Mai 2012

Hospitality "light"

"Was glaubt ihr eigentlich, was wir das ganze Jahr über machen, damit wir Euch für sieben Euro in die Südkurve gehen lassen können? Was glaubt ihr eigentlich, wer Euch alle finanziert? Die Leute in den Logen, denen wir die Gelder aus der Tasche ziehen."

Wutentbrannt machte Manager-Urgestein Uli Hoeneß auf der Jahreshauptversammlung des FC Bayern München im November 2007 öffentlich, was bei vielen Profivereinen Alltagsgeschäft ist.
Nicht zuletzt durch die vielen neuen und umgebauten Multifunktionsarenen in Deutschland seit der WM 2006 spielt Hospitality eine immer größere Rolle bei der Finanzierung von Profivereinen und Sportstätten. Wegen einer wachsenden Konkurrenz zum „einfachen“ Produkt Spieltag in den unteren Ligen müssen jedoch auch Amateursportvereine, die sich langfristig behaupten wollen, entsprechend gewappnet sein.
Vanessa Gahr
Für Sie als Vereinsverantwortliche stellen sich natürlich die Fragen: Können wir das auch? Können wir eventuellen Zuschauerschwund durch eine neue Hospitality-Einnahmequelle kompensieren?Ich gehe davon aus, dass Sie das können. Allerdings müssen Sie dazu einiges beachten. Insbesondere den rechtlichen Faktor.
Frei übersetzt bedeutet Hospitality „Gastfreundschaft“. Sie sehen, nicht jeder Verein, der Hospitality nutzen will, braucht einen VIP-Raum oder eine Loge. Ein paar gastfreundliche „Schmankerl“ für die besonderen Gäste oder diejenigen, die es sein wollen, sollten Sie jedoch schon auf Lager haben.
Hier ein paar Ideen, wie Sie Hospitality im kleinen Rahmen einführen können:
- Haben Sie eine Sportstätte mit einem festen Gebäude zur Verfügung?
  • Versuchen Sie Räume mit Fenstern, (Innen-) Balkone oder Terrassen zu nutzen oder zu installieren, von denen aus das Spielfeld besonders gut einsehbar ist. Machen Sie daraus Ihre eigenen „Logen“ oder „Business Seats“ speziell für Ihre Sponsoren oder besonderen Gäste.Nutzen Sie auch Räume, die keinen direkten Blick aufs Spielfeld bieten – beispielsweise als VIP-Räume, in welchen in den Pausen besondere Verpflegung geboten wird.
  • Bieten Sie Ihren Mitgliedern, Gönnern und Sponsoren an, Ihre Sportstätte auch außerhalb der Spiele für Unternehmensveranstaltungen o.Ä. nutzen zu können (vielleicht ja auch inkl. einem „Ausprobieren“ Ihrer Sportart). Ihre Gäste können dabei selbst als Gastgeber auftreten. Ihre Vorteile: Sie generieren neue Einnahmen durch die Vermietung und profitieren von der erhöhten Aufmerksamkeit für Ihre Sportstätte.
  • Bereiten Sie Rahmenprogramme für Ihre Gäste vor (z.B. Auftritte oder Tipp-Kick, „Mini“-Golf o.Ä.).
- Sie wollen es etwas außergewöhnlicher? – Schaffen Sie spezielle „VIP-Plätze“ inmitten der Zuschauer. Bieten Sie diesen Gästen beispielsweise extra Sitzkissen oder Decken bzw. Sonnenschirme (je nachdem, um welche Sportart es sich handelt), sowie eine spezielle Service-Kraft, die sich um das Wohlergehen Ihrer Gäste kümmert.

Das alles verschafft Ihnen nicht nur Mehreinnahmen, sondern garantiert Ihnen auch Aufmerksamkeit. Seien Sie Vorreiter in Ihrer Region und nutzen Sie die zusätzliche Kommunikation rund um Ihr neues Angebot. Zeigen Sie sich dadurch innovativ und offen für neue Zuschauer, Mitglieder und (potenzielle) Sponsoren.
Dass Hospitality-Angebote natürlich nicht nur verkauft, sondern auch Einladungen direkt von Vereinen ausgesprochen werden, dürfte vielen von Ihnen klar sein. Allerdings bitte ich Sie: Überlegen Sie sich genau, wen Sie wann einladen und was mit der Einladung in der Öffentlichkeit verknüpft werden könnte. Über Hospitality schweben immer noch Themen wie „Vorteilsannahme und –gewährung“, sowie „Bestechlichkeit und Bestechung“. Die rechtliche Komponente ist leider noch immer nicht gänzlich geklärt.
Mein Tipp: Beachten Sie die Richtlinien und klären Sie diese wenn möglich schon vor einer Einladung genau ab. So kommen Ihre potenziellen Gäste erst gar nicht in die Gefahr absagen zu müssen. Ebenso kann den rechtlichen Fallstricken durch eine Einladung als Teil eines bestehenden Sponsoringkonzepts weitestgehend aus dem Weg gegangen werden.

Ich hoffe Sie trauen sich und präsentieren sich Ihren Gästen in Zukunft noch „gastfreundlicher“ und nutzen die Chancen, die Hospitality Ihnen bietet.
Für eventuelle Fragen stehe ich Ihnen hier in der Kommentarfunktion jederzeit gerne zur Verfügung. 

Vanessa Gahr studiert an der Fachhochschule für angewandtes Management in Erding Sportmanagement mit den Schwerpunkten Event-, Vereins- und Verbandsmanagement. Seit der Saison 2009 / 2010 arbeitet sie für die Landshuter Eishockey Spielbetriebs GmbH im Bereich Sponsoring und ist mitverantwortlich für Hospitality.

Donnerstag, 19. April 2012

Die Bedeutung der Zuschauereinnahmen für den Amateursport



Die Einnahmen durch Zuschauer stellen im Profisport eine wichtige Stütze zur Finanzierung des Spielbetriebes dar. Wie der Finanzreport deutscher Profisportligen 2011 von Deloitte und SPONSORs zeigt, sind die Spieltagserlöse nach dem Sponsoring wichtigste Einnahmequelle der Clubs. Im Amateurbereich dagegen hört man von vielen Verantwortlichen immer wieder einen Satz: „Wir sind froh, wenn wir die Schiedsrichterkosten durch die Spieltagseinnahmen decken können.“ Meist sind die Einnahmen minimal, da ein großer Anteil an Zuschauern als Vereinsmitglied keinen Eintritt bezahlt und nur ein kleiner Teil zahlendes Klientel darstellt. Welches Potential auch für Amateursportvereine in den Zuschauereinnahmen steckt soll folgendes Beispiel verdeutlichen:

Handballfans in Aktion
Gehen wir von einem bayrischen Bezirksligisten im Handball der Männer im Raum Mittelfranken aus. Der durchschnittliche Erlös pro zusätzlichem Zuschauer liegt bei etwa 3,-€. Schafft es ein Verein im Durchschnitt - bei pauschal angenommenen 13 Heimspielen – nur 25 Zuschauer mehr zum Spiel zu locken, so bedeutet das in der Saison Mehreinnahmen von 975,-€. Sicher nicht die Welt, aber auf dem Niveau von 3,-€ Eintrittspreis und realistischen 25 Zuschauern pro Spiel, befindet sich der Beispielverein auch in einem Bereich, wo solche Summen sehr interessant sind.

Begeben wir uns in etwas höhere Ligen, z.B. in die Handball Bayernliga. Hier wird schon sehr schnell deutlich, welches finanzielle Potential in der Steigerung der Zuschauerzahlen steckt, wenn man den Besucherzuspruch der Vereine vergleicht. Zwischen dem meistbesuchten SV 08 Auerbach mit 592 Zuschauern im Schnitt und dem Verein mit den durchschnittlich wenigsten Zuschauern HSC 2000 Coburg II mit 118 Besuchern liegen pro Spieltag 474 Personen. Sofern wir weiterhin von einem Erlös pro Person von 5,-€ und 13 Heimspielen in der Saison ausgehen liegt der Einnahmeunterschied bei über 30.000,-€ pro Jahr. Diese Summe kann ein gewichtiges Pfund im Etat eines Handball Bayernligisten sein, vor allem da weitere Einnahmen durch Verpflegung, Fanartikel oder ähnliches hier noch nicht einkalkuliert sind.

Sicherlich ist man im Bereich der Zuschauer von vielen Umfeldfaktoren abhängig, die schwer zu beeinflussen sind, wie z.B. dem grundsätzlichen Interesse an der ausgeübten Sportart. Andererseits machen es sich viele Vereinsverantwortliche und Funktionäre sehr einfach, wenn sie gewisse Voraussetzungen als Ausschlußkriterium für ein gesundes Zuschauerwachstum anführen. Wie in allen anderen Bereichen der Einnahmengenerierung ist auch in der Vermarktung des Spieltages eine gezielte Vorgehensweise und vor allem Geduld erforderlich. Diese Grundvoraussetzungen verlangen wohl alle Vermarktungsoptionen eines Vereins. Doch wenn man sich an den Profis orientieren will, sollte die gezielte Vermarktung des Spieltages - nach meiner Meinung - eine wichtige Position beim Einsatz der vereinseigenen Ressourcen einnehmen. Nur so kann Ihr Verein aufgrund der entspannten Einnahmesituation vielleicht irgendwann entgegnen: „Schiedsrichterkosten? Welche Schiedsrichterkosten?“


Matthias Ilg [M.A. Sportmanagement] ist Geschäftsführer von KIM SportsManagement und für die Bereiche Image und Markenbildung zuständig. Er ist jahrelang ehrenamtlich als Vereinsfunktionär, Trainer und nationaler Wertungsrichter im Tanzsport aktiv und lehrt seit 2009 in den Fachbereichen Markenbildung, Gewinnung und Bindung von Zuschauern und Social Media Marketing. 

Donnerstag, 29. März 2012

Besucherrekorde in den Profiligen? Können Amateurvereine davon profitieren?


Mehr als 6.000 Zuschauer durchschnittlich in den Vorrundenspielen der DEL [DEL knackt 6000-Zuschauer-Marke]. Im Durchschnitt 44.751 Zuschauer in den laufenden Bundesligaspielen der Saison 2011/12 [Bundesliga erneut auf Rekordkurs]. Davon können Amateurvereine natürlich nur träumen, aber das ist auch nicht das eigentliche Ziel. Die Bayernliga im Fußball verzeichnet aktuell einen Zuschauerschnitt von 467 Besuchern pro Spiel [FuPa.net], was damit etwa einem Anteil von einem Prozent der Bundesligabesucher entspricht. Wie eine Studie von FuPa.net und KIM SportsManagement im bayrischen Amateurfußball gezeigt hat, sehen knapp 50% der Vereinsverantwortlichen die geringen Zuschauerzahlen als Problem oder Risiko für Ihren Verein.

Im Allgemeinen hört man von Seiten der Amateurvereine den durchaus berechtigten Einwand, dass die Überschneidung der Spielzeiten für leere Ränge sorgt. Die Frage, die sich aus meiner Sicht stellt: Ist das nicht eine zu einfache Erklärung?
Matthias Ilg
Sicherlich ist es aus sportlicher Sicht schwer, wenn nicht sogar unmöglich, mit den Stars der Bundesligen zu konkurrieren. Andererseits erwarten einige Vereine einen Zulauf, ohne dafür selbst aktiv zu werden. Die sportliche Attraktivität des Vereins ist eindeutig ein wichtiger Faktor für das Interesse im Umfeld des Vereins. Allerdings gibt es, neben sportlichem Erfolg, verschiedene Möglichkeiten, die als Zugpferd in der Zuschauergewinnung eingesetzt werden können. Dabei sollte nicht der Fehler gemacht werden, einzelne Maßnahmen als die berühmte „eierlegende Wollmilchsau“ anzusehen, die das Stadion füllt. Vielmehr muss eine Strategie zur Zuschauerschnittsteigerung auf verschiedene Säulen setzen, die sich untereinander beeinflussen und schließlich sowohl für Zuschauergewinnung als auch für die Bindung der Besucher sorgen.

Mögliche Maßnahmen zur Gewinnung von Zuschauern führen uns zur Ausgangsfrage dieses Artikels zurück: Können Amateurvereine vom Zuschauerboom in den Profiligen profitieren? Und wenn ja: Wie? Um die Brücke zwischen Profi- und Amateursport zu Gunsten der Amateure zu schlagen, sollte die Zielgruppe genau betrachtet werden. Gibt es im direkten Umfeld Profivereine, die Zuschauer anlocken? Sind die Spiele des Profivereins dauerhaft ausverkauft? Wie gestaltet sich die Preispolitik dort? Diese Zielgruppenanalyse soll zum Ergebnis kommen, dass man Zuschauer abgreift, die mit dem einen oder anderen Faktor beim Profiverein unzufrieden sind. Allerdings ist sicher festzuhalten, dass nur die wenigsten Amateurvereine eine Anziehungskraft besitzen, die solch eine Abwerbung möglich macht. Wesentlich realistischer und bereits in der Realität erfolgreich umgesetzt ist die Ansprache von Fanclubs des Profivereins zu bestimmten Highlights. Insbesondere Fanclubs eines professionellen Vereins in der Ortschaft helfen bei entsprechendem Anreiz bei einem wichtigen Spiel nach unseren Erfahrungen mit einigen Besuchern und lautstarker Unterstützung aus, sodass hier in der Folge einige externe Besucher durch die gute Stimmung gebunden werden können.

Leere Ränge im Amateursport?!
Auf dem Weg zu mehr Zuschauern und einer besseren Besucherbindung im Amateursport können die Profivereine jedoch nur eine minimale Unterstützung sein. Vielmehr müssen die Vereine selbst die Initiative ergreifen und eigene Maßnahmen initiieren, um langfristig Zuschauer zu generieren. Diese Maßnahmen werden uns in den nächsten Wochen und Monaten hier auf amateursport.biz beschäftigen, sodass für den einen oder anderen Verein eine Hilfestellung auf dem Weg zu mehr Zuschauerandrang gegeben wird, damit Ihre Sportanlage nicht aussieht wie rechts das Profilbild unseres Facebookauftritts. 

Matthias Ilg [M.A. Sportmanagement] ist Geschäftsführer von KIM SportsManagement und für die Bereiche Image und Markenbildung zuständig. Er ist jahrelang ehrenamtlich als Vereinsfunktionär, Trainer und nationaler Wertungsrichter im Tanzsport aktiv und lehrt seit 2009 in den Fachbereichen Markenbildung, Gewinnung und Bindung von Zuschauern und Social Media Marketing. 

   

Mittwoch, 28. März 2012

Ergebnisse der Vereinsumfrage im bayerischen Amateurfußball



Letztes Jahr im Dezember führten unsere Partner FuPa und KIM SportsManagement eine Vereinsumfrage im bayerischen Amateurfußball durch an der 138 Vereine teilnahmen. Amateursport.biz veröffentlicht hier die Ergebnisse der Kurzstudie, welche am Ende des Beitrags auch als Zusammenfassung zum Download bereit steht.


Neben Themen wie Zuschauer, Sportanlagen und Verband wurden Fragen über die Berichterstattung, Plattformen und Sponsoren betrachtet.
Die aktuellen Ergebnisse lassen erkennen: die Vereine stehen vor großen Herausforderungen, das Potenzial, diese mit der ein oder anderen Hilfestellung zu bezwingen, ist vorhanden. Hierbei will amateursport.biz den Vereinen hilfreich zur Seite stehen, sodass engagierte Vereinsverantwortliche das entsprechende Bewusstsein für relevante Themengebiete entwickeln und auch Know-How im jeweiligen Bereich gewinnen.

Die kompletten Ergebnisse der Studie findet Ihr hier zum DOWNLOAD.