Freitag, 12. April 2013

Kooperationen und Ausrüster zur Senkung von Textilkosten

Wieder einmal widmen wir uns dem wichtigen Thema Finanzierung! Heute jedoch geht es nicht um die Optimierung der Einnahmen, sondern um das Einsparen von Kosten.

Der wohl größte Anteil an Sportvereinen bietet Mannschaftssportarten an. Hier werden meist einheitliche Trikots benötigt, um an den bestehenden Wettkämpfen der jeweiligen Sportarten teilnehmen zu können. Die Kosten für die Trikots trägt meist der Verein.

Viele Abteilungen versuchen daher Trikotsponsoren zu akquirieren, um die hohen Ausgaben einzudämmen. Es besteht jedoch auch die Möglichkeit für Vereine eine Kooperation mit einem Ausrüster einzugehen. Dies hat mehrere Vorteile:

  • Die Textilien können kostengünstiger bezogen werden
  • Die Vereinsmannschaften werden einheitlich eingekleidet, wodurch der Verein von einem gemeinschaftlichen Image profieren kann
  • Ein hohes Vertrauen bzgl. Lieferung, Kosten und Qualität wird geschaffen.

Der hummel Teamsport Katalog
Als größter Hummel-Händler in Deutschland mit einer riesigen Auswahl an Teamsport- & Fashionartikeln, Schuhe und Textilien für Kids bieten beispielsweise die Sportfreunde Schwabing 07 in München Vereinskooperationen und Teamausrüstungen für Vereine an. Zu günstigen Konditionen mit bis zu 40% Nachlass können Mannschaften ihre Ausrüstung über den Onlineshop beziehen. Dies ist völlig unverbindlich und der Verein hat auch keine vorgeschriebenen Abnahmemengen. Davon profitiert nicht nur der Verein, sondern auch die einzelnen Mitglieder, da diese ganzjährig Sonderkonditionen auf Teamsport-& Fashionartikel erhalten. Zusätzlich bieten die Sportfreunde Schwabing 07 optional die Bedruckung von Trikots und Trainingsanzügen preiswert an. Folglich muss vom Verein keine zusätzliche Firma für den Druck beauftragt werden, was meist zeitaufwendig und ebenfalls mit hohen Kosten verbunden ist. Der Verein kann über den Onlineshop Sammelbestellungen aufnehmen, was die Organisation neuer Spielerkleidung beschleunigt und sehr vereinfacht. Somit ist der Verein nicht örtlich gebunden und muss nicht zwangsläufig aus der Nähe von München stammen. Zusätzlich unterstützen die Sportfreunde Schwabing 07 die Vereine mit Gratis-Ware und Sponsoring bei Vereinsveranstaltungen. Durch vor-Ort Präsentationen und den Verkauf von Artikeln, dem sogenannten "pump up your Vereinskasse", kann die Einnahmenseite zusätzlich angekurbelt werden.
Die Möglichkeit des Trikotsponsorings bleibt natürlich weiterhin erhalten. Für Vereine, denen die Suche nach Sponsoren jedoch zu aufwendig ist, ist ein Ausrüster eine optimale Alternative, um Kosten ein zu sparen.
Falls dies eine interessante Option für Euren Verein sein sollte und Ihr von den amateursport.biz Konditionen profitieren wollt, dann meldet euch mit einer kurzen Mail an info@amateursport.biz und wir stellen Euch gerne den Kontakt her.


Tatjana Kühn ist derzeit Studentin im Fachbereich Sport-, Medien- und Eventmanagement. Durch ihr langjähriges Engagement in den Sportbereichen Volleyball und Turnen, beschäftigt sie sich u.a. mit der Zuschauer-, sowie Mitgliedergewinnung. Sie ist selbst ehrenamtlich aktiv und engagiert sich als Jugendvertretung in der Abteilung Turnen in Meitingen.
 

Freitag, 8. März 2013

Soziales Engagement in Vereinen - Ein Exkurs zum FSJ



Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) ist eine „ganztätige pflegerische, erzieherische oder hauswirtschaftliche Hilfstätigkeit in Einrichtungen der Jugendhilfe oder Gesundheitshilfe“[1]. FSJ kann aber auch für Vereine sehr attraktiv sein.



Motiv für ein Poster des BSJ
Grundsätzlich kann jeder junge Mensch nach Vollendung der Vollzeitschulpflicht bis zu einem Alter von 27 Jahren ein FSJ im Bereich Sport absolvieren.

Der Verein kann dabei selbst entscheiden, welcher Bewerber eingestellt werden soll. In Bayern übernimmt zudem die Bayerische Sportjugend (BSJ) eine vermittelnde Rolle zwischen Bewerber und Einsatzstelle. Zusätzlich zu den eingehenden Bewerbungen kann natürlich auch ein passendes Personal aus dem eigenen Verein akquiriert werden. Um geeignete Bewerber auf den Verein aufmerksam zu machen, sollten Werbemaßnahmen eingeleitet werden. Die BSJ stellt hierfür Materialien zur Verfügung, die online bestellt werden können. Darunter befinden sich individuelle Poster, Postkarten, Werbebanner für die Vereinshomepage, ein Aushang für den Vereinsschaukasten, oder auch Musterpressemitteilungen und Flyer.[2]


Das FSJ wird als sozialversicherungspflichtige Vollzeitbeschäftigung angesehen. Folglich kann der Verein den Jugendhelfer effektiv einsetzen und in den Verein eingliedern. Durch eine Wochenarbeitszeit von 38,5 Stunden ist die Identifikation des Helfers mit dem Verein sehr hoch, wodurch ein sinnvoller Einsatz des Freiwilligen auch in der Unterstützung der Geschäftsstelle und Optimierung des Einnahmepotentials möglich ist.
50% der Wochenarbeitszeit muss jedoch vom Jugendhelfer in der Sportpraxis, bzw. in der Betreuung von Kindern/Jugendlichen ausgeübt werden.

Motiv für eine Postkarte vom BSJ

Vereine sollten diese Chance nutzen, da es sich bei den Freiwilligen um engagierte und motivierte junge Menschen handelt. Sie können neuen Input für den Verein bringen, wie beispielsweiße Ideen für die Akquirierung neuer Mitglieder. Auch Aufgaben wie Sponsorenakquise kann dem Freiwilligen teilweise überlassen werden. Ebenso besteht die Möglichkeit für den Verein, die Jugendhelfer als Personal zu gewinnen und zu qualifizieren, um den Verein im Bereich Kinder- und Jugendbetreuung langfristig zu entlasten. Dies kommt besonders den Ehrenamtlichen zu Gute, die ihren Tätigkeiten im Verein kaum nachkommen. Neben der Unterstützung wirkt sich der Einsatz von Freiwilligen auch auf das Image des Vereins aus. Innerhalb der Gemeinde wird das Engagement der Jugendarbeit sehr positiv anerkannt.

Jedoch hat der Verein beim Einsatz von Freiwilligen mit monatlichen Kosten in Höhe von  463,50€ zu rechnen. Diese setzen sich aus Taschengeld, Sozialversicherungen, Verwaltungsgebühren, Kosten für die gesetzliche Unfallversicherung und Reisekosten der Freiwilligen zu den FSJ-Seminaren und Übungsleiterausbildungen zusammen.

Die Auslagen sollten jedoch vor dem Einsatz von Freiwilligen nicht zurückschrecken. Zum einen steht der Mehrwert einer solchen Hilfskraft  im Vordergrund und zum anderen gibt es für den Verein Refinanzierungsmöglichkeiten. Beispielsweiße können über Schulen Zuschüsse generiert werden oder Kooperationen mit benachbarten Vereinen oder Kindergärten ausgehandelt werden. Ebenfalls können die Freiwilligen bei Ferienmaßnahmen der Gemeinden oder in Jugendzentren eingesetzten werden, um diese für das Honorar des Freiwilligen aufkommen zu lassen.



Hier noch einmal die Vor- & Nachteile im Überblick:

+ Unterstützung der Geschäftsstelle
+ Erhöhung der Einnahmen durch Akquirierung von Sponsoren und Mitgliedergewinnung

+ positiver Imagetransfer für das Angebot des FSJ im Verein
+ Entlastung ehrenamtlicher Mitglieder 

- Monatliche Kosten
  
- Zeitaufwand für Einarbeitung und Betreuung des Helfers



Falls dies eine Option für Ihren Verein darstellen sollte, können Sie gerne nähere Informationen und Anmeldemöglichkeiten unter www.bsj.org erfahren.

Freitag, 15. Februar 2013

Braucht ein Sportverein ein Corporate Design?


In der heutigen Welt wird immer und überall von Corporate Identity und Corporate Design gesprochen. Hinter diesen Anglizismen stecken wichtige Inhalte der Unternehmensführung, die auch für Sportvereine aufgrund der dynamischen Entwicklung der Gesellschaft immer wichtiger werden. Doch was bedeutet Corporate Identity und Corporate Design? Wir fassen die Begriffe mithilfe Wikipedia kurz zusammen:



Ein wichtiges Merkmal, das Ihren Verein von anderen Vereinen unterscheidet ist sicherlich das inhaltliche Angebot und die Menschen die den Verein ausmachen. Leider können potentielle Neumitglieder oder Förderer diese Merkmale erst kennenlernen wenn sie bereits Mitglied in Ihrem Verein sind. Also bleiben Ihnen zur Differenzierung im Erstkontakt in erster Linie die Kommunikationsmittel nach außen. Ihr Verein konkurriert dabei nicht nur mit den Vereinen in der Umgebung sondern auch mit kommerziellen Sportanbietern. Es gilt also sich möglichst professionell nach außen darzustellen. Hier kommt der Faktor Corporate Design ins Spiel, wobei insbesondere zwei Punkte für Sie und Ihren Verein entscheidend sind:
  1. Einheitliches Erscheinungsbild
  2. Qualität der Gestaltung und/oder der Produktion.
Der erste Punkt sollte für jeden Verein unter geringem Organisationsaufwand umsetzbar sein, währenddessen die Qualität der Materialien auf den ersten Blick mit Kosten verbunden ist. Einerseits müssen die Materialien grafisch gestaltet werden, andererseits sollten sie in hochwertiger Qualität produziert werden. Um die Kosten der Produktion kommen Sie wahrscheinlich nicht herum, die Gestaltung kann eventuell durch interne Potentiale im Verein abgedeckt werden. Sicher gibt es in Ihrem Verein ein Mitglied welches im Bereich Grafikdesign/Gestaltung tätig ist und hier entsprechendes Know-How aufweist. 
Ein gutes Beispiel: Corporate Design des SV Polling
Für den Fall, dass Sie tatsächlich externe Unterstützung bevorzugen oder benötigen gibt es Agenturen, welche sich auf diese Gestaltung spezialisiert haben. Eine Agentur, die sich insbesondere auf die Bedürfnisse des Amateursports spezialisiert hat ist der amateursport.biz Partner KIM SportsManagement. Die junge Agentur aus München kennt sowohl die Ansprüche als auch die finanziellen Bedingungen im Amateursport und bietet Ihnen hierbei höchstmögliche Flexibilität.


Wenn Sie nicht sicher sind, ob Ihr Verein im Rahmen der Corporate Identity gut aufgestellt ist, dann stellen Sie sich in einer ruhigen Minute einmal ganz selbstkritisch die Frage: Wäre Ihr Verein aus externer Sicht Ihre erste Wahl, wenn Sie nur die Kommunikationsmittel nach außen kennen würden?

Wie lautet Ihre Antwort? 

Tatjana Kühn ist derzeit Studentin im Fachbereich Sport-, Medien- und Eventmanagement. Durch ihr langjähriges Engagement in den Sportbereichen Volleyball und Turnen,  beschäftigt sie sich u.a. mit der Zuschauer-, sowie Mitgliedergewinnung. Sie ist selbst ehrenamtlich aktiv und engagiert sich als Jugendvertretung in der Abteilung Turnen in Meitingen.

Montag, 21. Januar 2013

Einnahmequelle Feriencamp?


Fussballferiencamps sind im Allgemeinen sehr beliebt. Die Kinder können während der Ferien ihrer Lieblingsbeschäftigung nachgehen und die Eltern müssen in dieser Zeit nicht zwangsläufig Urlaub nehmen. Für Vereine bedeutet dies einerseits eine volle Anlage und auch außerhalb des Vereins eine gestiegene Aufmerksamkeit, andererseits aber auch einen gewissen Aufwand für meist ehrenamtliche Verantwortliche. Dieser Aufwand kann sich aber auch für den Verein auszahlen. Wenn man bedenkt, dass der deutsche Durchschnittsverein laut DOSB Sportentwicklungsbericht 2011/2012 pro Jahr nur 2% seiner Einnahmen durch die Vermietung der vereinseigenen Anlage generiert (siehe Abbildung) scheint diese Möglichkeit durchaus relevant, um diesen Bereich zu verstärken.

Einnahmen aus... (nach DOSB Sportentwicklungsbericht 2011/12)

So zahlen einige Anbieter, wie z.B. auch der amateursport.biz Partner „Münchner Fussball Schule“ eine Platzmiete für die Nutzung der Anlage. Dies kann bei entsprechendem Erfolg durchaus eine mittlere vierstellige Summe pro Jahr in die Vereinskasse spülen. Auch der „Bayerische Fussball Verband“ bietet z.B. in Kooperation mit den Vereinen Ferientrainings an. Auch hier werden die Vereine finanziell an den Einnahmen beteiligt. Allerdings muss der Verein die Trainer stellen, was wiederum einen hohen Verwaltungsaufwand darstellt.

Noch spannender sind diese Angebote im Falle einer selbstbetriebenen Gastronomie am Vereinsgelände, da z.B. die „Münchner Fussball Schule“ auch die Verpflegung der Kinder über den Partnerverein abwickelt. Hier gibt es also noch einmal die Chance, die Vereinskasse zusätzlich zu füllen. Aber auch Vereine mit verpachteter Anlage können mit entsprechendem Verhandlungsgeschick von der Verpflegung der jungen Fussballer finanziell profitieren.
Für Vereine gilt es natürlich bei einer angedachten Kooperation die Anbieter genau zu prüfen, da viele Fussballcamps mit großen Namen locken, aber viele Argumente bieten, von denen der Verein nicht optimal profitiert.

Unser Partner: Die „Münchner Fussball Schule“
In der MFS stehen Spaß und Freude im Mittelpunkt. Fussball soll ein intensives Erlebnis sein. In speziell entwickelten Kursen und homogenen Gruppen werden alle Spieler gefördert. Wichtig dabei: ein entwicklungs- und altersgemäßes, qualitativ hochwertiges technisches, koordinatives und taktisches Training. Fairplay, Freundschaft und Teamgeist stehen dabei über dem sportlichen Erfolg des einzelnen. 


Matthias Ilg [M.A. Sportmanagement] ist Geschäftsführer von KIM SportsManagement und für die Bereiche Image und Markenbildung zuständig. Er ist jahrelang ehrenamtlich als Vereinsfunktionär, Trainer und nationaler Wertungsrichter im Tanzsport aktiv und lehrt seit 2009 in den Fachbereichen Markenbildung, Gewinnung und Bindung von Zuschauern und Social Media Marketing.

Freitag, 14. Dezember 2012

Zuschauergewinnung im Amateurfußball


Durchschnittlich sehen ca. 105 Menschen in Deutschland eine Fußballpartie in den Ligen unterhalb der Regionalliga. Davon zahlen 73 Personen Eintrittsgelder. Ein Sportverein nimmt damit jährlich etwa 1.800,-€ durch Zuschauer ein, was der siebtwichtigste Punkt in der Einnahmen-Kalkulation bei Vereinen ist. Umso bedeutender ist es, die Einnahmen zu erhöhen durch die Gewinnung und Bindung von Zuschauern.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Verein einen festen Zuschauerstamm von 30 bis 50 Personen hat. Das ist das Minimum. Diese Zahlt steigt dann mit der Höhe der Spielklasse. Vereine in Städten haben es dabei schwerer als diejenigen auf dem Land, da hier die Konkurrenz deutlich geringer ist. Es liegen zwar keine Studien vor, jedoch bestätigen Hochschulprofessoren und Vereinsverantwortliche, dass es früher mehr Zuschauer gab als heute. Allerdings war es früher auch einfacher, höher zu spielen, da es deutlich weniger Spielklassen gab.

Emotionale Bindung der Zuschauer - Fans feuern an!
Beeinflusst wurde diese Entwicklung stark durch die Ausdehnung des TV-Angebots an Live-Fußball seit Mitte der 80er Jahre. Dies bestätigt auch  Professor Jochen Roose von der FU Berlin: „In der Tendenz wird das Zuschauerinteresse auf die Bundesliga gelenkt. Somit werden die Fußballbedürfnisse der Menschen versorgt und der Amateurfußball am Sonntag wird überflüssig“[1].

Die Chance, Zuschauer dauerhaft zu binden, besteht dennoch. Wichtig ist eine emotionale Beziehung zum Klub.
Begeisternde Erlebnisse lassen Zuschauer zu Fans werden. Dies ist bei der gegenwärtigen Situation von 150 Zuschauern entsprechend schwer. Daher ist es umso wichtiger, dass ein Verein stets betont, warum diese elf Spieler auf dem Rasen es wert sind, angefeuert zu werden. Die Aktiven müssen die Nähe zu ihren Unterstützern suchen.  Kein Gewinnspiel, keine Flyer- oder Freikartenaktion kann diesen Erfolg einbringen! Das Geheimrezept: Ein Verein braucht ein Konzept, das langfristig angelegt ist. Die sportlichen Erfolge werden hier meist überschätzt.
Bestes Beispiel ist der FC Gütersloh: zeitweise befand sich der Fußballclub „nur“ in der Westfalenliga. Zuschauermäßig ist und bleibt er jedoch die unangefochtene Nummer eins mit mehr als 3.000 Zuschauern. „Der FCG wird weiterhin die Nummer eins bleiben“², verspricht der regelmäßige Heidewald-Gast Frank Neuhaus. „Der Klub bleibt interessant.“³ Was den Verein so attraktiv macht? Er hat ein Image. Der Verein braucht somit eine Biografie, mit der sich die Fans identifizieren können. Das ist die ultimative Grundlage. Diese immer wieder zu publizieren und langfristig Zuschauer zu gewinnen, wird immer bedeutender. Der Amateurfußball hat meiner Meinung nach nicht per se gegen die Großen in der Bundesliga verloren. Aber die kleinen Kreisligisten müssen schuften und nicht von früher träumen. Diejenigen, die so weitermachen, rutschen in der Zuschauergunst ab. Die aber, die professionell und zielorientiert arbeiten, werden mehr erreichen. Die Fußballbegeisterung im Moment bietet dafür das Potential.

Somit lässt sich festhalten, dass auch im Amateurfußball eine hohe Zuschauerzahl realisiert werden kann. Hierfür muss jedoch Zeit investiert werden und langfristig ein Konzept angelegt werden, das dem Verein ein Image aufbaut. Schafft es der Verein, eine Identität zu entwickeln, so wird auch die Zuschauerbindung gestärkt und neue Zuschauer generiert.

 [1] Westfalen-Blatt Nr. 239, 13./14. Oktober 2012 
²Westfalen-Blatt Nr. 239, 13./14. Oktober 2012 
³Westfalen-Blatt Nr. 239, 13./14. Oktober 2012 


 
Manuel Madunic [M.A. Sportmanagement u. Dipl. Betriebswirt] ist Geschäftsführer von KIM SportsManagement und hat sich auf die unterschiedlichen Faktoren erfolgreicher Vereinsvermarktung und professioneller Sponsoringarbeit spezialisiert. Er lehrt an der Fachhochschule für angewandtes Management in Erding Sportmanagement und Sportsponsoring.

Dienstag, 4. Dezember 2012

Ehrenamt in Vereinen




Ehrenamt, das auch unter der Bezeichnung bürgerliches Engagement bekannt ist, bezeichnet Tätigkeiten, die „freiwillig, gemeinwohlorientiert und unentgeltlich“ erfolgen. Dies findet meist in den Feldern Sport, Kultur und Musik, Umweltschutz, bei den Unfall- und Rettungsdiensten oder der wirtschaftlichen Selbsthilfe statt.
Quelle: evresi
„Die Gesellschaft lebt vom Ehrenamt“, so der Bürgermeister Erich Maier aus Lampertheim. Da die meisten Vereine eine sehr geringe finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten, Ausgaben wie Raummiete, Strom und Wasser jedoch immer höher werden, nimmt die Bedeutung des Ehrenamts stetig zu. Ebenfalls stellen die hohen Personalausgaben eine weitere Hürde dar. Durch den demografischen Wandel, der die „Veralterung der Gesellschaft“ steht, wird die Problematik zusätzlich verstärkt. Somit gibt es nicht genügend Nachwuchs, um ehrenamtliche Mitglieder zu unterstützen bzw. von ihrer Tätigkeit abzulösen. Durch all diese Faktoren steigt die Bedeutung des Ehrenamts und wird auch weiterhin zunehmen.
Diese Schwierigkeit wird durch einen zusätzlichen Rückgang ehrenamtlicher Mitglieder intensiviert. Warum jedoch sinkt die Zahl an sozial Engagierten? Ein Grund dafür lässt sich am zeitlichen Druck festhalten. Durch den technischen Wandel und die steigende Geschwindigkeit der medialen Nutzungsformen kommen viele Beschäftigte nicht mehr zur Ruhe. Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen zunehmend, was es besonders Berufstätigen erschwert, zusätzliche Lasten auf sich zunehmen.
Einer ehrenamtlichen Tätigkeit liegt Verantwortung zu Grunde. Sich dieser Verantwortung freiwillig zu stellen neben dem Alltagsstress, hemmt viele vor einer zusätzlichen Belastung durch ehrenamtliches Engagement.Ein weiterer Aspekt für den Rückgang des Ehrenamts ist sicherlich auch der demografische Wandel. Durch die Verschiebung der Altersstruktur, verringert sich der Anteil der jungen Bevölkerung. Somit gibt es nicht genügend Nachwuchs für ehrenamtliche Tätigkeiten. Nicht zu vergessen ist ebenfalls der finanzielle Aspekt. Während viele Deutsche einen Zweitjob annehmen und ihre Freizeit opfern, um finanziell abgesichert zu sein, kann ihnen das Ehrenamt in dieser Hinsicht keine Entlastung bieten, da das Ehrenamt „freiwillig ist und nicht auf eineentgeltliche Bezahlung ausgerichtet ist“. Ohne ehrenamtliche Mitglieder, kann ein Verein jedoch nicht bestehen.
Soziales Engagement wird daher in Vereinen groß geschrieben. Fakt ist jedoch, dass die Zahl der ehrenamtlichen Mitglieder zurückgeht.  Daraus folgt die Problematik, die der Stadtbrandmeister Flakenberks, Sören Dieke, erläutert: „Die Lasten verteilen sich auf immer weniger Schultern“.
Um dieses Dilemma zu entschärfen, fördern viele Gemeinden, aber auch Institutionen ehrenamtliches Engagement durch finanzielle Unterstützung. Beispielsweiße die Sparkasse spendete im Juni 2012 den Vereinen im Landkreis Dahme-Spreewald knapp 34.000 €. Die „Förderung viele[n/r] Freiwilligenprojekten [ist] die nötigefinanzielle Basis […], um erfolgreich arbeiten zu können.“
Doch unter all diesen Aspekten sollte eines nicht vergessen werden: Ein Ehrenamt sollte nicht als zusätzliche Belastung angesehen werden. Eine ehrenamtliche Tätigkeit ist viel mehr als das. Es vermittelt Werte wie Gemeinschaft, Zusammenhalt und soziale Befriedigung.

"Gemeinsam sind wir stark!"
Um sich für ein Ehrenamt begeistern zu können, muss sich die Sichtweiße  vom ICH zum WIR bewusst gemacht werden. Wer das schafft, verlangt kein Honorar und sieht das Ehrenamt auch nicht als Last an.
Allerorts spricht man davon, dass die Kinder unsere Zukunft sind. Doch wie soll die Zukunft aussehen, wenn Kinder in der Gegenwart nicht gefördert werden? Es liegt in der Hand jedes Einzelnen von uns, Angebote für die Weiterentwicklung der Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen. Und das kann nur durch ehrenamtliche Tätigkeiten ermöglicht werden.
Wir, die mit diesem Bewusstsein leben, sollten uns nicht damit zufrieden geben, ehrenamtlich tätig zu sein. Vielmehr sollten wir versuchen, auch andere vom sozialen Engagement zu überzeugen.

Zusammenfassend kann man somit festhalten, dass viele Faktoren für den Rückgang des ehrenamtlichen Engagements verantwortlich sind. Sowohl der zeitliche Aufwand, die Verantwortung als auch der finanzielle Aspekt sind häufig Gründe, um sich gegen ein Ehrenamt zu entscheiden. Durch die Veränderung der Altersstruktur und der Anstieg an ehrenamtlichen Stellen wird diese Problematik zusätzlich verstärkt.

Da dieses Thema für jeden Verein relevant ist, möchten wir euch auf amateursport.biz in den nächsten Monaten Tipps verraten, welche Maßnahmen effektiv angegangen werden können.
Freut euch auf spannende Artikel und tolle Lösungsansätze!
Falls sich euer Verein bereits in einer misslichen Situation befinden sollte, könnt ihr uns auch gerne persönlich kontaktieren. Wir stehen euch mit Rat zur Seite.



Tatjana Kühn ist derzeit Studentin im Fachbereich Sport-, Medien- und Eventmanagement. Durch ihr langjähriges Engagement in den Sportbereichen Volleyball und Turnen,  beschäftigt sie sich u.a. mit der Zuschauer-, sowie Mitgliedergewinnung. Sie ist selbst ehrenamtlich aktiv und engagiert sich als Jugendvertretung in der Abteilung Turnen in Meitingen.


Quellen:
http://www.ehrenamt-deutschland.org/ehrenamtliche-taetigkeit/was-ist-ehrenamt-warum.html