Donnerstag, 22. August 2013

Tu's wie die TuS - Best Practice Beispiel TuS Haltern

Landesliga Westfalen. Die SpVgg Hammer II spielt gegen TuS Haltern. Der 11. gegen den 6. Platz. 300 Zuschauer am Rande des Kunstrasens. Ein idyllischer Sonntagnachmittag. Nur irgendetwas passt nicht. Was haben zwei vollständig ausgerüstete TV-Teams des WDR denn hier verloren? Und warum filmen diese nicht zumindest den Spielverlauf, sondern die Ersatzbank des TuS Haltern? Ein kleiner Tipp: Der BVB, Real Madrid, Schalke 04 und der kleine Turn- und Sportverein Haltern haben eine  große Gemeinsamkeit. 194cm groß um genau zu sein. Hört auf den Namen Christoph. Wer es jetzt noch nicht weiß, wird sich noch etwas gedulden müssen. 

Auch abseits des Platzes ist der Fußball in Haltern präsent. An Bushaltestellen hängen überlebensgroße Plakate auf denen die Spieler der 1. Mannschaft allen anreisenden Mannschaften Drohungen entgegenwerfen: „Haltern hat einen See. Aus den Tränen unserer Gegner.“ Die Vereinshomepage macht der eines Profiteams Konkurrenz und bei YouTube befindet sich der Kanal „TuSTV“ mit mittlerweile über 90 Videos. Letztens war sogar weiß-blaue Prominenz aus dem Ruhrpott zu Gast. Der FC Schalke 04 gab sich die Ehre, auch um ihren Stürmer-Star Raul gebührend zu verabschieden. Die 3000 Karten für dieses Spiel waren nach 2 Stunden bereits ausverkauft. Sogar die Kultsendung „Zeiglers wuuunderbare Welt des Fußballs“  berichtete letzten Sonntag vom Spiel der TuS-ler gegen die SpVgg Hammer. Dafür waren also die zwei Kamerateams.

So viel Rummel um einen Landesligaverein? Wie macht das der TuS Haltern?



Nun auf den ersten Blick hatte der Verein einfach Glück. Glück, dass die Stadt prominente Kicker hervorbringt. So wie den Abwehrrecken Christoph Metzelder. Seines Zeichens Weltstar, Ex-Bestandteil der Nationalmannschaft und neuerdings Spieler beim TuS Haltern. Seinem Heimatverein. Der Verein den er mit seinen Investitionen vor der Insolvenz gerettet hat und nun weiterhin unterstützt. Der Verein für den er eine Agentur wie Jung von Matt engagiert hat, die dann die bereits umrissene Werbekampagne „Tu’s Haltern“ ins Leben gerufen hat. 

Doch beim zweiten Blick wird klar, dass ja nicht nur die Metzelder‘s dieser Welt bereit sind Geld und Arbeit in einen Sportverein zu stecken und, dass Kampagnen auch von Personen außerhalb der Edel-Agenturen erdacht und umgesetzt werden können. Personen, die dem Verein bestenfalls näher stehen und sich mit dem Sportmanagement auskennen. 

Beginnend bei dem Ehrenamtlichen, der das einmal in seinem Leben mal gemacht hat. Für diesen ist der Verein wie eine Familie und man kümmert sich ja bekanntlich um Familie. Des Weiteren hat jeder Verein in seinen Reihen doch Spezialisten in der Ausbildung.  Management, oder Marketingstudenten, die froh über etwas Übung für ihre spätere Karriere sind. Oder man sucht sich externe Partner aus dem Fachgebiet Sportmanagement, die den Vereinen hauptberuflich und professionell zur Hand gehen. 

Es muss (und kann) ja nicht immer gleich Jung von Matt und Christoph Metzelder sein.   

Quellen: http://www.tus-haltern.de/site/

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