Dienstag, 3. September 2013

„Bale“-Wahnsinn auch auf amateursport.biz: Aus der Not eine Tugend machen.


Die Schlagzeilen der letzten Tage lassen auch uns nicht kalt! Der 24-jährige Gareth Bale wechselt für die Rekordsumme von etwa 100 Millionen Euro von den Tottenham Hotspurs zu Real Madrid. Damit steigt der Wert des königlichen Kaders, laut transfermarkt.de, auf die utopische Summe von 524.900.000€. Das öffentliche Interesse ist riesig!

Doch was uns hier viel mehr interessiert: Was kann der Amateurverein ums Eck aus dieser Situation mitnehmen? Beim ersten Blick meint man „Nichts!“. Welcher Amateurverein hat auch nur ansatzweise so viel Geld?! Doch betrachten wir den walisischen Nationalspieler einmal nicht als Spieler, sondern als weiteres Instrument in der Marketingmaschinerie von Real Madrid. Warum gibt dieser Verein denn so viel Geld aus? Nur weil sie es können? Vielleicht.  Aber NUR deshalb ist beim cleveren Management der Madrilenen nicht anzunehmen.


Kann Real Madrid nicht vielmehr über Ausgaben mit geschickten Maßnahmen höhere Einnahmen generieren? Aus der Not eine Tugend machen?

Nehmen wir also einmal einen Posten, der für einen Amateurverein eine ähnliche finanzielle Tragweite hat, wie der Bale-Deal für Real Madrid: Zum Beispiel die heimische Sportanlage komplett modernisieren
Dort sind alle Stühle abgebrochen, das Dach undicht und die Farbe blättert langsam aber sicher von den Wänden.  Gründe genug also eine Modernisierung in Betracht zu ziehen. Doch wie lassen sich aus diesen horrenden Ausgaben positive Ergebnisse für den Verein ziehen?

Wie wäre es, wenn man den Mitgliedern anbietet ihren neuen Platz im Stadion im vornherein für sich zu reservieren? Gegen einen kleinen Unkostenbeitrag erhält der Stifter einen, mit seinem Namen versehenen, Sitzplatz auf dem er sich dann auch regelmäßig die Heimspiele seines Vereins zu Gemüte führen kann. Vielleicht ist diese Art des Sponsorings auch für lokale Unternehmen interessant um Präsenz zu schaffen. So kann sich das Stadion im gewissen Maße refinanzieren.
Die Dorfjugend ärgert ihre Gemeinde mit Schmierereien? Warum den Hobby-Sprayern nicht einen Platz zur künstlerischen Betätigung geben und die abblätternde Wand mit dem Logo des Vereins, oder anderen Sportszenen schmücken lassen? Dies macht die Jugend auf den Verein aufmerksam und kommt auch bei der Gemeinde gut an. Vielleicht ja so gut, dass diese Mittel für andere Vereinsangelegenheiten bereitstellt.
Und wie wäre es gegen das undichte Dach eine Kooperation mit einem Unternehmen einzugehen, welches das Dach kostengünstiger repariert, wenn es dafür dann am Stadiondach Werbung platzieren darf. 

Sicherlich hören sich diese Maßnahmen im ersten Moment einfacher an, als sie schließlich umzusetzen sind, allerdings sollen sie auch nur exemplarisch für solch ein negatives Szenario stehen.
Vielmehr ist ein Beinbruch ist nicht immer ein Beinbruch und die Not kann, wenn man clever agiert, schnell zur Tugend werden. Dabei ist es egal, ob man den 100 Millionen Mann vermarkten, oder einen Amateurverein führen will. 

Quellen: transfermarkt.de 

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